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Häufige Fragen

Was SterbefallNetz ist – und was nicht.

Die wichtigsten Fragen zu Teilnahme, Neutralität, Datenschutz, Behördenkontakt und Bestatterintegration.

Fachstellen & Einrichtungen

Kliniken, Pflege, Hospize und andere meldende Stellen

Fragen zur Meldung, Abholung, Statuskommunikation und täglichen Zusammenarbeit.

Müssen wir für SterbefallNetz eine neue Fachsoftware lernen?

Nein. Die Oberfläche ist bewusst auf wenige, klare Aktionen reduziert. Häufige Abläufe wie „Sterbefall melden“, „Abholung möglich“, „Unterlagen bereit“ oder „Rückfrage“ werden geführt. Wiederkehrende Einrichtungen können mit einem Organisationszugang arbeiten; für einzelne Vorgänge sind sichere, fallbezogene Wege vorgesehen.

Was müssen wir bei einer neuen Meldung eingeben?

Nur die Informationen, die für den nächsten Arbeitsschritt notwendig sind: wer meldet, wo befindet sich die verstorbene Person, wie ist der Abholstatus, wer ist Ansprechpartner und welcher Bestatter wurde gewählt – soweit bekannt. Zusätzliche Angaben werden nur abgefragt, wenn sie für den konkreten Vorgang benötigt werden.

Können wir sehen, ob der Bestatter die Meldung erhalten hat?

Ja. SterbefallNetz zeigt den fallbezogenen Status. So sollen unnötige Kontrollanrufe reduziert werden. Wenn ein Bestatter den Vorgang annimmt, terminiert, unterwegs ist oder eine Rückfrage stellt, bleibt dies im selben Vorgang nachvollziehbar.

Was passiert, wenn der gewünschte Bestatter SterbefallNetz nicht nutzt?

Der gewählte Bestatter darf nicht benachteiligt werden. Für konkrete Fälle kann ein sicherer Gastzugang bereitgestellt werden. Die Familie oder meldende Stelle muss also nicht auf einen anderen Bestatter wechseln, nur weil dieser keine kostenpflichtige Software nutzt.

Dürfen mehrere Mitarbeitende unserer Einrichtung das Portal nutzen?

Ja. Zugänge sollen personenbezogen und dienstlich genutzt werden. Gemeinsame Passwörter sind nicht vorgesehen. Im Einrichtungsassistenten wird ein Organisationsadministrator festgelegt; weitere Mitarbeitende können anschließend zugeordnet werden.

Funktioniert SterbefallNetz auch mobil?

Ja. Die Plattform ist Desktop-First für Arbeitsplätze und gleichzeitig als installierbare PWA für Smartphone und Tablet ausgelegt. Mobile Aktionen sind für Außendienst, Übergaben, QR-Scan, Route, Direktanruf und kurze Statusmeldungen optimiert.

Bestattungsunternehmen

Fragen von Bestattern

Netzwerk-Inbox, Neutralität, Integration und Zusammenarbeit mit Fachstellen.

Muss ich BestatterWebservice verwenden, um am Netzwerk teilzunehmen?

Nein. Die kostenlose Netzwerk-Inbox steht auch Bestattungsunternehmen ohne BestatterWebservice zur Verfügung. Die kostenpflichtige Betriebssoftware bietet jedoch eine tiefere Integration: Vorgänge können ohne erneutes Abtippen in die lokale Fallorganisation übernommen und Status automatisiert zurückgespielt werden.

Werden zahlende Bestatter im Netzwerk bevorzugt?

Nein. Bezahlte Spitzenplätze, versteckte Rankings oder der Verkauf von Sterbefällen sind als Netzwerkprinzip ausgeschlossen. Wenn Angehörige einen Bestatter gewählt haben, erhält dieser den Vorgang. Bei zulässigen Verfügbarkeitsanfragen darf die Auswahl nicht nach Zahlungsstatus manipuliert werden.

Wie viele Trauerfälle kann ich gleichzeitig bearbeiten?

Das Netzwerk ist auf viele parallele Vorgänge ausgelegt. Jeder Vorgang bleibt getrennt. In BestatterWebservice werden die tieferen Trauerfallakten ebenfalls fallbezogen geführt; Angehörige oder externe Stellen erhalten nur die jeweils notwendigen Rechte.

Wie verbinde ich BestatterWebservice mit SterbefallNetz?

Über einen einmaligen Pairing-Code. Im BestatterWebservice werden Netzwerkadresse und Code eingetragen; Organisations-ID und technischer Schlüssel werden sicher gekoppelt. Danach kann der Connector Meldungen und Workflow-Status synchronisieren.

Kann ich Fachstellen direkt zu einem Vorgang einbinden?

Ja. Je nach Rolle kann eine Klinik, ein Krematorium, Friedhof, eine kirchliche Stelle, ein Trauerredner oder eine andere Fachstelle fallbezogen eingeladen bzw. über das Netzwerk zugeordnet werden. Rechte bleiben auf den notwendigen Ausschnitt beschränkt.

Was automatisiert SterbefallNetz für mich?

Statusänderungen können Folgeaufgaben auslösen, überholte Aufgaben schließen und berechtigte Beteiligte informieren. Ziel ist, Informationen nur einmal zu erfassen. Rechtlich oder medizinisch formgebundene Freigaben werden dabei ausdrücklich nicht durch einfache Workflow-Klicks ersetzt.

Behörden & öffentliche Stellen

Fragen zu Neutralität, Verfahren und Datenschutz

Für Standesämter, Ordnungsbehörden und andere öffentliche Stellen besonders relevant.

Ersetzt SterbefallNetz ein amtliches Fachverfahren?

Nein. SterbefallNetz ist eine Kommunikations- und Workflow-Schicht. Formwirksame Meldungen oder Freigaben werden nur dann als solche bezeichnet, wenn für genau diesen Vorgang eine verifizierte und zulässige Fachschnittstelle vorhanden ist. Ansonsten bleibt die Handlung klar als Kontakt, Status oder Vorabstimmung gekennzeichnet.

Ist die Nutzung für Behörden kostenpflichtig?

Die fallbezogene Basiskommunikation soll für öffentliche Stellen kostenlos bleiben. Kostenpflichtige Leistungen können sich später auf freiwillige Professional-Integrationen, besondere SLA- oder Automatisierungsleistungen beziehen – nicht auf den normalen Kontaktweg zu einem Bestatter.

Wie wird verhindert, dass die Plattform einen bestimmten Bestatter empfiehlt?

Die Netzwerklogik trennt technische Integration von der sichtbaren Auswahl. Fachstellen sehen keinen „Premium“-Status eines Bestatters. Gewählte Bestatter haben Vorrang; neutrale Verfügbarkeitsanfragen dürfen nicht durch bezahlte Sortierung beeinflusst werden.

Wer sieht Daten aus einem Vorgang?

Nur Organisationen und Personen, die für diesen konkreten Vorgang berechtigt sind. Das Netzwerk soll keine vollständigen Bestatter- oder Behördenakten zentral kopieren. Es speichert nur den für Routing, Kommunikation und Status notwendigen Ausschnitt.

Kann unsere IT später eine Schnittstelle anbinden?

Ja. SterbefallNetz ist auf versionierte Adapter und API-Verträge ausgelegt. Eine Integration wird jedoch nur als „amtlich“ oder „formwirksam“ bezeichnet, wenn sie fachlich, technisch und rechtlich für den konkreten Einsatz geprüft ist.

Angehörige

Fragen für Familien und Trauergemeinschaften

Was Angehörige sehen, wie Kontaktwege funktionieren und wie Privatsphäre geschützt wird.

Muss ich selbst wissen, welche Stelle zuständig ist?

Das soll möglichst nicht nötig sein. Der Familien- bzw. Trauerfallraum kann verständlich anzeigen, welche Schritte anstehen und welche Stelle beteiligt ist. Kontaktanfragen können strukturiert vorbereitet werden; der Bestatter bleibt auf Wunsch koordinierende Anlaufstelle.

Kann ich über SterbefallNetz direkt mit Standesamt oder Friedhof kommunizieren?

Wenn die Stelle am Netzwerk teilnimmt, kann ein geschützter fallbezogener Kontaktweg möglich sein. Solange keine geprüfte amtliche Schnittstelle vorhanden ist, wird deutlich darauf hingewiesen, dass eine Kontaktanfrage keine formwirksame Einreichung ersetzt.

Wer kann private Familiennachrichten lesen?

Private Trauerkreis-Inhalte sind von Fachstellenzugängen getrennt. Ein Bestatter oder eine andere Stelle erhält nicht automatisch Zugriff auf persönliche Familiengespräche. Freigaben werden rollen- und fallbezogen gesteuert.

Kann ich einen Bestatter frei wählen?

Ja. SterbefallNetz soll die freie Wahl nicht beeinflussen. Ein von Ihnen gewähltes Bestattungsunternehmen kann einen konkreten Vorgang auch dann erhalten, wenn es die kostenpflichtige BestatterWebservice-Software nicht nutzt.

Gibt es SterbefallNetz in mehreren Sprachen?

Die Nutzeroberflächen sind auf 20 Sprachen ausgelegt. Zusätzlich kann der Dolmetschermodus freie Kommunikation unterstützen. Bei sensiblen oder formellen Inhalten bleibt das Original nachvollziehbar; eine Übersetzung wird nicht als Originalfreigabe ausgegeben.

Friedhof, Krematorium, Kirche & Dienstleister

Fragen weiterer Beteiligter

Terminabstimmung, Aufträge, Rückfragen und einfache Teilnahme.

Brauchen wir für jeden Bestatter ein eigenes System?

Nein. Der Sinn von SterbefallNetz ist gerade ein gemeinsamer organisationsübergreifender Kontaktweg. Sie können Vorgänge verschiedener Bestatter in einer eigenen Inbox bearbeiten, solange Sie jeweils berechtigt eingebunden sind.

Können wir Termine vorschlagen oder bestätigen?

Ja. Rollenbezogene Workflows können Terminoptionen, Bestätigungen, Änderungswünsche und Rückfragen abbilden. Bestatter und andere berechtigte Beteiligte sehen den bestätigten Status anschließend im selben Vorgang.

Können wir fehlende Unterlagen einfach melden?

Ja. Dafür gibt es strukturierte Schnellantworten wie „Unterlagen fehlen“, „Rückfrage“, „Termin ändern“ oder „bereit“. Freitext bleibt möglich, soll aber nur nötig sein, wenn der Standardfall nicht ausreicht.

Können Außendienstmitarbeitende unterwegs arbeiten?

Ja. Die PWA bietet touchoptimierte Vorgänge, QR-Scan, Direktanruf, Route sowie „Vor Ort“- und Übergabeaktionen. Präzise Standortdaten werden nur nach ausdrücklicher Zustimmung protokolliert und nicht in einen allgemeinen Offline-Fallcache geschrieben.

Technik, Sicherheit & Teilnahme

Allgemeine technische und organisatorische Fragen

Zugang, PWA, Datensicherheit, Einrichtung und Support.

Wie läuft die Ersteinrichtung ab?

Nach der ersten Freischaltung führt ein sechsstufiger Assistent durch Organisationsdaten, Ansprechpartner, gewünschte Einsatzbereiche, Kommunikationswege, Team/Sicherheit und den Abschluss. Danach öffnet sich die auf Ihre Organisation zugeschnittene Netzwerk-Inbox.

Kann ich mich ohne Passwort anmelden?

Für freigeschaltete Organisationskonten kann ein dienstlicher E-Mail-Einmal-Link verwendet werden. Der Link ist kurzzeitig gültig und nur einmal nutzbar. Dadurch wird der Zugang einfacher, ohne dauerhafte unsichere Generallinks einzusetzen.

Speichert die PWA sensible Fälle offline?

Nein. Der Service Worker cached nur statische App-Dateien. Sensible Portalantworten, Nachrichten, Tokens und Standorte werden nicht als Offline-Fallcache in localStorage, sessionStorage oder IndexedDB abgelegt.

Was passiert bei einer technischen Störung?

Die Plattform ist so ausgelegt, dass Status nachvollziehbar bleibt und keine vermeintlichen amtlichen Freigaben aus technischen Automatismen entstehen. Für produktiven Betrieb gehören Backup, Restore, Mailzustellung, Cron, Monitoring und dokumentierte Notfallwege zum Betriebs- und Abnahmekonzept.

Kann unser Unternehmen später weitere Mitarbeitende hinzufügen?

Ja. Organisationsadministratoren können Teammitglieder zuordnen. Zugänge sollen immer personenbezogen bleiben, damit Rechte und wichtige Aktionen nachvollziehbar sind.

Einfacher zusammenarbeiten – ohne neue Hürden.

Fachstellen können kostenlos teilnehmen. Bestatter können die Netzwerk-Inbox ebenfalls kostenlos nutzen oder SterbefallNetz tief in BestatterWebservice integrieren.